Junge Garde

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Die stärksten Angreifer

Das Pfingstdatum ist ein harter Brocken. Alle fünf bis sechs Jahre fängt das große Rechnen an, denn nur wer am Pfingstfreitag, dem Beginn des Schüttenhoffs, bereits 14 Jahre alt ist, darf in der Junge Garde (www.jungegarde-schuettenhoff.de) mitmachen. Diese alte Regelung aus der Schüttenhoffsatzung sorgt dafür, dass immer wieder einige auf den Spaß noch einige Jahre warten müssen. Zum Trost: Das erging schon vielen so.

Dabei ist der Ursprung der Jungen Garde ein sehr ernsthafter gewesen. Denn im Jahre 1674 sollten nicht nur die nach dem 30-Jährigen Krieg ermüdeten erfahrenen Schützen (Alte Garde) wieder mit Waffen vertraut gemacht werden, sondern die jungen Leute sollten das Schießen überhaupt wieder lernen, um den Ort im Notfall zu verteidigen. Außerdem wollten die örtlichen Bierbrauer verhindern, dass die jungen Leute aus Bodenfelde zum Feiern zum Lippoldsberger Schützenfest gingen statt das Geld in Bodenfelde auszugeben.

Die „Junge Garde“, die ursprünglich nur den Junggesellen vorbehalten war, zählt meist über 100 Mitglieder und ist damit traditionell die mitgliederstärkste Truppe. Traditionell übernimmt die Junge Garde das Schlagen der Tannen und Verteilen der Bäume zum Schmücken des Ortes und wirkt beim „Großen Zapfenstreich“ mit. Während der historischen Spiele stellt sie die Hauptmacht der angreifenden Partei.

Einheitsführer beim Schüttenhoff 2009 war wie bereits 2004 Major Lars Warnecke. Hauptmänner der Züge waren Marcel Sachs und Marco Schwab. Die Mannschaftsstärke der Jungen Garde betrug im Januar 2009 genau 103 junge Männer, davon 33 Neueinkäufe. Der erste Übungsabend Ende Januar 2009 war ein voller Erfolg, denn die damaligen Offiziere hatten mit 50 bis 60 Leuten gerechnet und am Ende waren 79 Junggardisten beim ersten Übungsabend anwesend. Major beim Schüttenhoff 2014 ist Mario Tramm.

2016-12-02T19:00:24+00:00