Artillerie

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Die Angreifer mit dem Bumms

Sie geben unüberhörbar das Signal für den Start der Festspiele: Die Kanoniere der Artillerie mit ihren Feldgeschützen. Die lautstark durchs Wesertal hallenden Böllerschüsse zeigen weithin an, wo sich das Getümmel abspielt. Die Artillerie stellt gemeinsam mit den Husaren (Reitern) und der Fußtruppe der Jungen Garde die drei Angreifertruppen, gegen die sich Marine, Pioniere, Alte Garde und Jäger zu verteidigen haben.

Die beiden Kanonen wurden wiederholt umgebaut, sind aber in Teilen über 100 Jahre alt. Zuletzt erhielten sie 2004 neue Geschützrohre komplett aus Metall, nachdem diese zuvor zum Teil aus Holz bestanden. Weil der Umgang mit den Geschützen gefährlich ist, muss das Personal eine Extra-Ausbildung absolvieren und die Geschützrohre müssen vor jedem Fest vom TÜV mit besonders kräftigen Ladungen getestet werden.

Besonderen Eindruck hinterlassen bei den Zuschauern die Kaltblutpferde, die die Artillerie inzwischen von weither ausleihen muss. Benötigt werden insgesamt 16 Pferde – im Einsatz sind 14 Kaltblüter und zwei Haflinger. Die Stärke der Artillerie ist durch die Zahl der Sitzplätze auf Wagen und Geschützen sowie die Zahl der Reitpferde begrenzt, in der Regel 24 Personen.

Einheitsführer der Artillerie war beim Schüttenhoff 2014 Major Klaus Welsch, sein Stellvertreter Hauptmann Thorsten Kohle. Offiziere sind der Leutnant Kai Sonnenschein und Udo Engelhardt. Zu jedem Gespann gehören: Vier Pferde, eine Kanone, ein Offizier (Leutnant), ein Hauptfeldfebel, ein Sprengoffizier, zwei Mannschaftsdienstgrade, zwei Gespannreiter. Dazu kommen noch ein Meldereiter, ein Spieß Jörg Schnadhorst( HFW), ein Fahrer und ein Bremser für den Marketender- und Munitionswagen sowie zwei Marketenderinnen.

2016-03-08T15:55:55+00:00